Stress lass nach: Die freundlichste Stressbremse der Welt

06:00 morgens. Ich bin müde, will lieber wieder ins Bett. Viel zu viel zu tun… Mir graut vor dem anstrengenden Tag, der vor mir liegt. Ich brauche eine Stressbremse! Dann geschieht etwas, das meine Stimmung schlagartig hebt…


Mein Schlafzimmer liegt am Ende eines schmalen Flurs. Und ob Du`s glaubst oder nicht  – in diesem Flur passieren Wunder.

Denn immer wenn ich den Gang entlangschlurfe und mir den Schlaf aus den Augen knibbel, lächle ich. Immer.

Ganz egal, wie die Nacht war. Ganz egal, was auf meinem Terminplan steht.

Ich lächle und halte einen selbst gepflückten Strauß Blumen in der Hand.

Also ehrlich gesagt, lächle ich nicht nur. Ich grinse geradezu.


polaroid-barbara

 

Am Kopfende des Zaubergangs hängt dieses Foto von mir. Ungeschminkt. Unfrisiert. Aber glücklich. Mit Blumen in der Hand.

Und ich kann einfach nicht anders: Ich lächle zurück. Tauche wieder ein in den Moment, in dem das Foto entstand: Als ich stolz und glücklich im Duft der Blumen schwamm.

Ich lächle mein Bild an. Sehe mir selbst in die Augen. Dieses Foto hat mir schon so manchen Tag gerettet….

Und wünsche mir, dass mich noch viele Gesichter an diesem Tag so anlächeln. Weil ich nicht anders kann, als zurücklächeln.


Wissenschaftler sagen, dass Menschen, die sich nur lange genug in die Augen sehen, liebevolle Gefühle füreinander entwickeln. Wenn Du jemanden in die Augen siehst, fühlt sich dieser Mensch gesehen. Resonanz entsteht.

Wenn wir lächeln, schicken  unsere Gesichtsmuskeln die unbewußte Botschaft an unsere Gefühlszentren im Hirn: Es geht mir gut.  Prima, denkt das Hirn und schüttet Glückshormone aus – und ich fühle mich besser, entpannter, gelassener. Wer lächelt, zieht also die Stressbremse.

Zwei Minuten Mundwinkel zu den Ohren ziehen reichen, um unser Gehirn auf Entspannung umzuschalten.

Und es hat eine doppelt wohltuende Wirkung, wenn ich mich selbst anlächle:

Es ist schön, wenn jemand mich anlächelt. Mein Hirn schaltet auf „alles okay“, wenn ich selbst lächle. Und es berührt mich, wenn ich mich selbst anlächle.

Ich lächle mich liebevoll an, wie eine Mutter ihre verschlafenen Kinder anlächelt, die mit strubbeligen Mähnen und Sand in den Augen zum Frühstück schleichen. Schön, dass Du da bist, meine Liebe…


Meine Übungen der Woche für Dich:

  • Wenn Du heute in den Spiegel siehst, lächle Dich an. Sieh Dir in die Augen. Hör für einen Moment auf, Dich selbst zu kritisieren und lächle Dir einfach in die Augen. Wenn Du magst, sage Dir „schön, dass Du da bist“.
  • was passiert, wenn Du andere anlächelst? Ihnen in die Augen siehst. Bleib neugierig, wie das Deine Mitmenschen verändert.
  • Wenn Dir grad gar nicht zum Lächeln zumute ist – tue es trotzdem. Zieh die Mundwinkel hoch. Lächle mindestens drei Minuten, egal wie schief – und Dein Gehirn wird auf positiv umschalten.

Deine

Barbara Birner

Idee: Barbara Birner
Text: Sonja Schlaak

Gruß von der Redaktion: Lächle-Kärtchen (clicke zum PDF-Druck)

Du kannst das Lächel-Kärtchen an Deinen Spiegel hängen. Oder ein Lächel-Foto von Dir aufkleben. Oder ein Bild darauf malen. Egal – Hauptsache, Du erinnerst Dich daran, Dich selbst freundlich anzulächeln!

 

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